Warum du alleine einen Unterschied machen kannst – der Schmetterlingseffekt

Es herrscht sehr oft der Glaube, dass ein Einzelner nichts verändern oder bewegen kann. Dies wird auch gerne benutzt als Grund, warum man nicht wählen geht, warum man dies oder das nicht macht. Warum man sich nicht bewegt und in der Komfortzone bleibt. 

Ich möchte in dieser Folge auf den berühmten Schmetterlingseffekt eingehen, der vom Meteorologen Edward N. Lorenz veranschaulicht wurde. Du kennst ihn wahrscheinlich bereits. Beim Schmetterlingseffekt geht es um beliebig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems, die sich langfristig auf die Entwicklung eines Gesamtsystems auswirken. Daher wird vom Flügelschlag des Schmetterlings gesprochen, der einen Tornado in Texas auslösen kann. Es geht hier also um dynamische Systeme, die von begrenzenden Regeln bestimmt sind. Es geht um Anfangsbedingungen, die beispielsweise das Zusammenleben in einer Gesellschaft ordnen sollen. Eine vom Menschen geschaffene Ordnung, die am Ende des Tages Chaos auslösen kann. Daher der Bezug zum Wetter. Wettervorhersagen können für einen längeren Zeitraum als ca. 10 Tage nicht plausibel gemacht werden. Die kleinen Änderungen, die wir durch unser Zusammenleben verursachen können, können ein ganz anderes Wetter hervorbringen als jenes Wetter, das unter vorhersehbaren Bedingungen entstehen würden. Im Zusammenspiel zwischen Natur und Mensch gibt es eine Ordnung, wenn wir auf unser Gefühl hören, wenn wir in die Verbindung gehen, werden wir immer harmonische Ereignisse schaffen. Es gibt keine Ordnung, sondern Chaos, wenn wir uns einseitig nach Zahlen, Daten, Fakten orientieren, weil dadurch das Gefühl, das wiederum in Verbindung mit der Natur steht, unterdrückt oder in den Hintergrund gedrängt wird. Daher kann ein System chaotisch werden. Und dennoch liegt auch im Chaos wiederrum eine Ordnung. 

Das Gefühl entscheidet

Im Sinne des Großen und Ganzen ist es also nicht egal, wie jeder Einzelne im System sich verhält. Wenn Regeln, Muster und Normen (in der Fachsprache sagt man Determinanten) den kreativen Geist von Menschen stark einschränken und wenn Menschen ihrem Gefühl nicht mehr nachkommen, kumuliert sich die unnatürliche Energie immer mehr – mit zerstörerischen Auswirkungen am Ende des Tages. Versucht der Mensch das System aktiv zu gestalten und seinen Gefühlen zu vertrauen und danach zu handeln, werden von jedem, der das tut, auslösende Elemente gesetzt, die harmonisierende Impulse auf das Gesamtsystem bringen. Damit geht das Alte und die Krise kann abgewendet werden, weil das destruktive Material rechtzeitig abgebaut wird. Das System verlangt die Ordnung. “Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.” Wenn wir die Ordnung in uns nicht erkennen, wird es uns die Umwelt aufzeigen und das ist meist mit Schmerz verbunden. Über den Schmerz passiert Gefühl und das Gefühl erinnert uns an die, die wir sind.

Der Schmerz wirft Fragen auf. Wenn wir uns also heute entscheiden, unserem Gefühl, unserem Ruf und unserem kreativen Geist eine gleichwertige Position im Alltag zu geben mit der rationalen und analytischen Seite unseres Kopfhirns, dann werden wir eine andere Realität erschaffen, als wenn wir stur an dem hängen bleiben, was in der Vergangenheit gelebt und erlebt wurde. Ich kenne es von mir. Ich habe sehr lange schon gewusst, dass etwas in meinem Leben nicht passt. Ich habe gefühlt, dass mein Leben nicht stimmig ist, so wie ich es lebe. Aber ich war da schon so tief reingezogen, dass sich schon sehr viel Destruktives angestaut hat. Ich hatte Angst vor der Wende. Und ja: Die Wende hat weh getan. Die Wende hat nicht nur mir, sondern meinem gesamten Umfeld mehr oder weniger wehgetan. Heute geht es allerdings mir und meinem gesamten Umfeld besser als damals, wo so viel angestaute Emotionen unter der Oberfläche waren. Und alles lag in meinem Handlungsraum dh ich habe nicht nur mich geheilt, sondern mein Umfeld wurde positiv weiterentwickelt. Du kannst dich jeden Tag entscheiden, wie du leben möchtest.

Wie möchtest du leben?

Was steht gerade bei dir an?

Was ist der nächste Schritt in deiner Entwicklung?

Was fühlst du?   

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